Pfysio – Pferdephysiotherapie

Im Raum Mittel- und Oberfranken

Du möchtest bei jedem Schritt für dein Pferd ein gutes Gefühl haben, statt zu rätseln. Genau dabei helfe ich dir gern — und es ist wirklich nicht so schwer.

Hand auf dem Rücken eines Pferdes im Abendlicht

Ich bin Pferdephysiotherapeutin mit Schwerpunkt auf Gesundheitsprävention. Ich sehe Zusammenhänge und setze frühzeitig an, bevor Probleme entstehen. Dabei achte ich auf Bewegung, Haltung, Verhalten, Hufe, Gangbild und Ernährung. Ich analysiere die Pferde individuell, und wir finden gemeinsam nach dem „Schlüssel-Schloss-Prinzip" heraus, was dein Pferd brauchen könnte. Zum einen gebe ich dir gerne Wissen mit, um selbst einen Gesundheitsblick zu bekommen (das ist wie Vokabeln lernen), und/oder ich schaue mir dein Pferd vor Ort oder online an.

Der Kerngedanke
„So erkennen wir Ursachen, bevor sie zum Problem werden — und schaffen die Grundlage für ein gesünderes, unbesorgteres Leben, biomechanisch sinnvolles Training und eine harmonische Entwicklung.“

Ich finde mit dir zusammen heraus, wie dein Pferd sich derzeit bestmöglich entwickeln kann.

— Carina von pfysio
Neu!

Ernährungsberatung für dein Pferd?

Du möchtest endlich wissen, ob du bedarfsgerecht fütterst? Dann melde dich bei mir, wir schauen uns das in aller Ruhe an.

Für dich und dein Pferd

Was Pferdemenschen wirklich umtreibt

Tippe eine Karte an. Auf der Rückseite steht, wie der Gesundheitsblick an genau diesem Punkt ansetzt.

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„Mein Pferd ist ständig verspannt.“

Verspannung

Verspannungen sind kein Normalzustand. Wir lesen gemeinsam, ob Rücken, Faszie oder Haltung die Ursache sind — und wo genau die Kette beginnt.

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„Mein Pferd lahmt immer wieder — und keiner findet den Grund.“

Wiederkehrende Lahmheit

Wiederkehrende Lahmheit hat fast immer ein Muster. Wir machen die Zusammenhänge sichtbar, bevor aus dem Symptom ein chronisches Problem wird.

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„Ich weiß nicht, ob ich wirklich bedarfsgerecht füttere.“

Fütterung

Fütterung ist eine Stellschraube, die du direkt zum Positiven verändern kannst. Gesundheit beginnt im Darm.

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„Ist der Huf noch gesund — oder bahnt sich da etwas an?“

Hufgesundheit

Der Huf erzählt so viel über das Laufverhalten, Schonhaltungen und sogar den Muskelzustand des Pferdes. Wir können ihn analysieren, und ich sage dir, auf was du selbst achten kannst.

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„Ich spüre, dass etwas nicht stimmt — kann es aber nicht benennen.“

Bauchgefühl

Genau da beginnt die Methode: dein Gefühl ernst nehmen und in belastbares Wissen verwandeln — Zusammenhänge erkennen, bevor ein Problem daraus entsteht.

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„Mein Pferd verweigert plötzlich Dinge, die es vorher problemlos konnte.“

Plötzliche Verweigerung

Ein Pferd, das plötzlich nicht mehr mitmacht, sagt meistens etwas Konkretes. Wir suchen gemeinsam, was dahintersteckt. Damit ihr die Harmonie zwischen euch wiederfinden dürft.

Warum ich das mache

Bevor ich laufen konnte, saß ich auf dem Pferd.

Carina als Kind auf einem Pferd
so hat alles angefangen

Noch bevor ich richtig laufen konnte, lag ich auf dem Rücken unseres Pferdes, während es gemütlich vor sich hin graste. Diese Verbindung zum Pferd ist mir bis heute geblieben.

Als ich mir 2020 wieder ein eigenes Pferd kaufte, stand ich vor diversen neuen Themen, bei denen ich das Gefühl hatte, ich muss sie selbst lösen, um langfristig glücklich zu werden.

Nach der Ausbildung als Pferdephysiotherapeutin folgten unzählige weitere, und ich habe aus allen Methoden, aus allen Denkweisen das Beste für mich und mein Pferd herausgezogen und angewendet.

Diese Art und Weise zu denken möchte ich euch gerne zur Verfügung stellen, um die Zusammenhänge selbst sehen zu lernen — weil das in meinen Augen eine der erfolgreichsten Möglichkeiten ist, sein Pferd gesund zu erhalten.

Wenn man selbst die Therapeuten- und Gesundheits-Brille aufsetzt, nimmt man sein Pferd anders wahr und erkennt frühzeitig, welche Stellschrauben förderlich sind.

Ich bin zudem super gut vernetzt und tausche mich einmal im Monat an einem runden Tisch mit Tiertherapeutinnen aus. Hast du also ein Pferd mit besonderen gesundheitlichen Anforderungen, dann bringe ich dich gerne in die Runde ein — und wir Expertinnen nutzen unser Schwarmwissen und brainstormen zusammen für dich und dein Pferd.

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Niemand kennt ein Pferd so gut wie sein Besitzer oder seine Besitzerin.

Die meisten Probleme zwischen Pferd und Mensch sind keine Disziplinprobleme — das Pferd kommuniziert auf diese Weise mit dem Menschen. Ich lerne, das Pferd zu lesen und zu erkennen, welche körperlichen oder mentalen Themen es hat und warum es gerade so mit dir kommuniziert.

Meine Aus- und Fortbildungen

Vier Wege, loszulegen

Wo möchtest du starten?

01

Bausteine

Du willst meine Arbeit kennenlernen und die ersten Bausteine für einen neuen Gesundheitsblick auf dein Pferd bekommen?

02

Minikurs

Du möchtest in 60 Minuten genau wissen, worauf du achten kannst, damit du dein Pferd mit anderen Augen siehst und direkt feststellst, ob Risikofaktoren vorliegen — und welche? Hol dir meinen Minikurs für 47 €.

03

Vor-Ort-Termin

Du möchtest, dass ich mir dein Pferd direkt bei dir vor Ort anschaue — mit Behandlung, Befund und Bewegungsanalyse am Tier. Vor-Ort-Termine mache ich im Raum Mittel- und Oberfranken.

04

Onlineberatung

Du bist weit weg? Dann lass uns im Online-Pferdestalltreffen einen Termin vereinbaren, damit du ruckzuck deine Fragen loswirst und mehr Klarheit bekommst. Schnapp dir schon mal ein Stativ und filme dein Pferd.

Sag mir einfach, worum's geht

Wissen

Zwei Themen, die dir weiterhelfen

Westernsattel auf einem Zaun
Selbst ist der Pferdemensch

Sattelcheck – DIY

In fünf Schritten selbst prüfen, ob der Sattel noch passt — für dich und dein Pferd.

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Pferdebeine kreuzen im Sand bei der Bodenarbeit
Zirzensik

Zirzensik als Therapieform – Yogastunde für Hotties

Steigen, Spanischer Gruß und Co. sind mehr als Zirkustricks — sie mobilisieren, stärken und vertiefen die Verbindung zu deinem Pferd.

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Kleiner Selbsttest

Welcher Pferdeblick-Typ bist du?

Wenn sich dein Pferd plötzlich anders bewegt, denkst du zuerst …
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Vielen lieben Dank nochmal 💞 Ich war echt begeistert, dass sie so oft abgekaut hat und am Ende auch gegähnt hat 👍🏼 Das hat sie bei all den Behandlungen vorher nie gemacht und besonders, dass wir es über den Punkt hinaus geschafft haben, wo sie die Geduld verliert und sie sich dann nochmal entspannt hat 🙌🏻 Mega! Echt!

— Rückmeldung nach einer Physiotherapie-Behandlung am Pferd
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Ich bin gestern geritten, und auch meine Trainerin meinte, dass sie schön locker im Rücken schwingt 🫶🏼🫶🏼🫶🏼 Danke dafür!

— Rückmeldung einer Kundin

Konditionen für Vor-Ort-Termine

Fahrtkosten werden mit 50 Cent pro Kilometer berechnet. Bei Absage eines Termins weniger als 24 Stunden vorher wird 50 % des vereinbarten Preises fällig. Alle Konditionen: AGB

Westernsattel auf einem Zaun im Abendlicht
Selbst ist der Pferdemensch

Sattelcheck – DIY

Der richtige Sattel — eine Odyssee für Reiter, Reiterin und Pferd! Oft passen sie nicht lange, weil das Pferd damit irgendwie unrund läuft, weil es rauswächst, oder weil man sich als reitende Person darin einfach nicht wohlfühlt. Das ist kein Einzelfall.

Deshalb kommen ein paar Tipps für dich, damit du dir ein erstes Bild darüber machen kannst, ob dein Sattel derzeit noch angenehm ist für euch beide als Team.

Schritt 1: Der Rücken deines Pferdes

Schaue dir den Rücken deines Pferdes an und taste ihn ab. Sei dabei gerne kritisch. Der Rücken ist wie eine Karte, auf der sich Druckstellen ablesen lassen: Gibt es Bereiche, die schmerzhaft sind? Gibt es Atrophien, also Stellen, an denen sich der Muskel abgebaut hat? Besonders der Trapezmuskel kann in Mitleidenschaft geraten sein, wenn der Sattel vorne im Schulterbereich zu eng ist. Hat das Pferd Schmerzen in der Lendenregion? Dann ist der Sattel möglicherweise zu lang, denn er sollte an der 18. Rippe enden.

Schritt 2: Gleichmäßige Auflage

Ein wichtiger Baustein ist die gleichmäßige Auflage des Sattels, damit der Druck des Reiters gut auf dem Rücken des Pferdes verteilt ist — ähnlich einem Rucksack, sonst wird es unangenehm. Nimm deine Hand und lass sie zwischen Kissen und Pferderücken gleiten. Was spürst du? Liegt der Sattel überall gleich auf und in der Waagerechten? Dann ist das optimal.

Hast du das Gefühl, dass der Sattel vorne oder hinten tiefer oder höher liegt, besteht Handlungsbedarf. Reite gerne eine enge Volte und bitte eine Hilfsperson zu überprüfen, ob der Sattelkranz mittig über der Wirbelsäule des Pferdes liegen bleibt. Verschiebt er sich, ist der Sattel meist vorne zu eng.

Schritt 3: Der Gurt

Der Gurt des Sattels sollte eine Handbreit hinter dem Ellenbogen des Pferdes liegen. Die Gurtstrippen sollten senkrecht zum Boden verlaufen.

Schritt 4: Sitzfläche, Pauschen und Co.

Auch du als Reiter bzw. Reiterin sollst einen angenehmen Sitz haben, der zu deiner Anatomie passt. Sitzt du bequem, und ist er auf deine Konfektionsgröße und Beinlänge angepasst? Engt dich der Sattel ein, und kommst du mit allen Hilfen gut durch? Nur wenn du dich wohlfühlst, kannst du auch harmonisch und geschmeidig reiten. Wenn du dich unwohl fühlst, wirkt sich das auch auf dein Pferd aus.

Schritt 5: Ab auf den Reitplatz!

Der Sattel muss natürlich auch in der Bewegung passen, nicht nur im Stand! Ein verantwortungsvoller Sattler bzw. eine verantwortungsvolle Sattlerin kontrolliert den Sattel auch in der Bewegung, schaut, wie er in der Biegung liegt, und wo noch Raum zum Nachbessern ist.

Moderne Sättel warten oftmals mit Schulterfreiheit und vielen Extras wie Drei-Punkt-Belastung auf. Hinterfrage kritisch, ob du einen Rucksack möchtest, der nur an drei Stellen aufliegt. Für das Pferd angenehm ist eine große Fläche, die gleichmäßig belastet wird. Zwischen Schnallen (z. B. am Gurt) und Pferd sollte immer ein Lederblatt sein, sonst zieht es!

Merke dir: Ein Sattel passt sich nie an. Es ist das Pferd, das sich anpasst, denn das Gewebe weicht dem Druck des ledernen Sattels. Es ist also nicht ratsam, den Sattel „einzureiten" — der Leidtragende ist das Pferd. Ein verbreiteter Irrtum ist auch, unter einen engen Sattel ein dickes Pad zu legen. Das ist kontraproduktiv! In einen zu engen Schuh zieht man für gewöhnlich auch keine dicken Socken.

Checkpunkte auf einen Blick

  • Kissen und Kissenkanal: Sind sie noch weich, oder gibt es Verhärtungen im Leder oder in der Füllung? Passt die Breite des Kanals zum Rücken des Pferdes?
  • Schäden: Überprüfe, ob der Sattelbaum noch stabil ist oder evtl. sogar gebrochen — dasselbe gilt für die Kopfeisen. Stellst du Mängel fest, nutze den Sattel nicht mehr.
  • Gleichmäßigkeit des Sattels: Ist er in sich verzogen? Am besten kontrollierst du das, indem du den Sattel aufstellst, von unten begutachtest und gerne auch mit den Händen fühlst.
  • Strippen und Metallschnallen: Drücken Schlösser, Metall oder sonstige Schnallen? Am besten sollte Leder bzw. das Schweißblatt zwischen Strippen/Metall und Pferd sein!
  • Gleichgewicht: Ist der Sattel in Balance, oder kippt er nach vorne, nach hinten oder seitlich?
  • Kopfeisen: Das Kopfeisen sollte ca. 2,5 Finger hinter dem Schulterblatt platziert sein.
  • Widerristfreiheit: Hier sollte ohne Reitergewicht eine Hand (ohne Daumen) dazwischen passen, mit Reitergewicht sollten immer noch einige Finger Platz haben.
  • Mittige Lage in der Biegung: Bleibt der Sattel auch auf einer engen Volte ruhig und mittig über der Wirbelsäule des Pferdes liegen?
  • Verhalten des Pferdes / Schmerzanzeichen: Wie verhält sich das Pferd beim Satteln? Zeigt es Abwehrbewegungen wie Schnappen beim Angurten, Rümpfen der Nüstern oder des Mauls? Sollte das der Fall sein, gehe auf Ursachenforschung.

Unsicher? Schreib mir gerne unter info@pfysio.de und schick ein Foto deines Pferdes mit Sattel — ich gebe dir eine erste Voreinschätzung.

Pferdebeine und Reitstiefel im Sand bei der Bodenarbeit
Selbst ist der Pferdemensch

Zirzensik als Therapieform – Yogastunde für Hotties

Längst assoziieren wir Pferdemenschen Lektionen wie das Steigen, den Spanischen Gruß und das Ablegen des Pferdes nicht mehr als Zirkustricks zur Unterhaltung Schaulustiger.

Dieses Vorurteil gehört zum Glück der Vergangenheit an, denn die zirzensische Gymnastik hilft dem Pferd dabei, gesund mobilisiert zu werden, und ist vergleichbar mit Yoga bei uns Menschen. Die Levade beispielsweise stärkt die Hanken, und der Spanische Gruß öffnet die Schulter. Das Pferd lernt spielerisch, gezielt Körperteile anzusteuern, was auf die Motorik und das Selbstbewusstsein des Tieres einzahlt. Darüber hinaus ist die Zirzensik hervorragend geeignet, um die Beziehung zwischen Mensch und Pferd auf ein neues, vertrauensvolles Level zu heben. Man lernt sein Pferd einmal mehr zu lesen — und umgekehrt. Dies kann sich beim Spazierengehen, beim Reiten, auf Kursen, beim Verladetraining — überall bezahlt machen. Dabei arbeitet man auf mehreren Ebenen: Die Muskeln werden gestärkt, der Pferdekörper gelockert und der Geist belebt. Das gemeinsame Erarbeiten von Neuem, gepaart mit positiven Emotionen, schafft eine tiefe Verbindung.

Pferde(lern)typen

Entscheidend für ein erfolgreiches Training ist, das Pferd bezüglich der Lern- und Charaktertypen einzuschätzen. Hier einige Beispiele: Eher schüchterne oder ängstliche Tiere lieben regelmäßige Abläufe und sind schnell überfordert. Dann heißt es für den feinfühligen Menschen, Ruhe auszustrahlen, viele Pausen zu machen, überschwänglich zu loben und feste Routinen einzuhalten, die dem Pferd Sicherheit geben. Selbstsichere Pferdchen, die sich schnell ablenken lassen, könnten über die Abwechslung motiviert werden. Bringe Spaß und Spannung in die Übung ein, mache öfter mal was Neues und bleibe klar. Du als Mensch bist ein Fels! Du gibst Sicherheit, du gibst Orientierung, und da, wo du stehst, darfst du auch Raum für dich einfordern — höflich und fair. Auch hier ist Loben und Freude versprühen ein Beziehungsbooster. Wichtig ist anzumerken, dass diese Typen auch verschwimmen können. Die grobe Einordnung soll nur als erster Überblick dienen. Gerne ordne ich auch dein Tier ein, um für euch als Pferd-Mensch-Paar die ideale Trainingsdidaktik herauszufinden.

Schreib mir gerne unter info@pfysio.de für eine Analyse und einen physiologisch wertvollen Trainingsplan, ganz auf euch zugeschnitten.

Als Kontrollhilfe, ob ihr auf dem richtigen Weg seid, können folgende Marker helfen:

😊 Ihr habt beide Spaß
😊 Ihr baut eine tiefe Verbindung auf
😊 Es fühlt sich zunehmend leicht an

Die wichtigsten Zutaten für ein wundervolles Training sind Verständnis, Geduld und ein positives Mindset: „Wir schaffen das als Team!" Dein Pferd wird es lieben.

Mit welcher Übung beginnen?

Für einen gelungenen Start lohnt es sich, die Basis der Bodenarbeit zu wiederholen: Stehen, Anhalten, Rückwärtsrichten, die Vorhand weichen lassen, die Hinterhand weichen lassen, Pausen machen. Klappt das? Wunderbar! Dann probiert Beine kreuzen. Das hilft der Balance des Pferdes, sieht süß aus beim Fotoshooting und ist leicht beizubringen. Das Pferd lernt, auf deine Körpersprache zu reagieren, während diese Übung für die Koordination wertvoll ist. Außerdem öffnet das Pferd die Schulter und nimmt sein Gewicht nach hinten. Ein möglicher Weg wäre über das Touchieren an der Schulter.

Dabei gibt es verschiedene Intensitätsstufen:

  • 1. Hindenken und/oder hinschauen
  • 2. Gerte an die Schulter halten
  • 3. Mit der Gerte Bewegung erzeugen, ohne die Schulter des Pferdes zu berühren
  • 4. Antippen

Wiederhole das Touchieren sanft und mit Geduld, bis das Pferd einen ersten Impuls zeigt. Bei der kleinsten Reaktion in die richtige Richtung gilt es, aufzuhören und zu loben. Macht eine Pause und freut euch über den Erfolg. Bald wird das Pferd verstanden haben, dass es z. B. das linke Bein über das rechte Bein stellen soll und so stehen bleiben. Es ist essenziell, Kleinigkeiten wahrzunehmen und den Ansatz positiv zu bestärken.

Du wirst feststellen, dass eine Seite leichter geht als die andere. Das hängt mit der Händigkeit des Pferdes zusammen. Ist das Pferd links hohl, dann hat es viel Gewicht auf dem Bein rechts vorne. Entsprechend schwerer fällt es ihm, das rechte Bein zu kreuzen, dafür geht es mit dem linken leichter. Spannend, oder? Die Zirzensik hilft also auch dem Menschen, das Pferd besser zu verstehen in Bezug auf seine körperlichen Voraussetzungen. Wenn ein Pferd eine Übung nicht ausführt, dann liegt es häufig daran, dass es dazu körperlich oder mental noch nicht in der Lage ist. Sei hier geduldig — mit Liebe und Verständnis klappt es ganz bald.

Jede Pferdehalterin und jeder Pferdehalter ist für die eigenverantwortliche Umsetzung der hier und in den Online-Inhalten (u. a. im Freebie und Minikurs) gezeigten Tipps und Übungen selbst verantwortlich. Bei therapeutischen Techniken oder gesundheitlichen Fragen im Zweifel bitte immer eine Tierärztin oder einen Tierarzt konsultieren — die Inhalte dieser Website ersetzen keine tierärztliche Beratung oder Behandlung. Carina Kuhnlein übernimmt keine Haftung für die Anwendung der gezeigten Inhalte; sie zeigt hier ausschließlich ihre persönliche Vorgehensweise mit ihrem eigenen Pferd.